Der Exportüberschuss schwächelt

Gute Stimmung trotz Bilanz-Einbruch

Vor nicht allzulanger Zeit war der Leistungsbilanzüberschuss Deutschlands ein internationales Streitthema: Vor allem US-Präsident Trump klagte über die deutsche Exportstärke, die die Wirtschaft des Partnerstaates schwäche. Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen nun aber, dass der Exportüberschuss in der Bundesrepublik im letzten Monat zurückgegangen ist. So schrumpften Exporte um 2,8 Prozent, Güterimporte sogar um 4,5 Prozent. Ein derartiges Minus war zuletzt im August 2015 zu verzeichnen.

Für Experten stellt diese Entwicklung allerdings keinen Abwärtstrend dar. Auf längere Sicht bleibt die Bilanz weiter positiv: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2017 stieg um 0,6 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2016 und könnte noch auf 0,8 Prozent wachsen. Betrachtet man die letzten fünf Monate separat, so stieg der Exportüberschuss kontinuierlich – im Vergleich zum Vorjahr verbesserte Deutschland seinen Exporthandel um 0,7 Prozent. Dabei verkauften deutsche Firmen Waren im Wert von über 100 Milliarden Euro an ausländische Abnehmer. Vor allem bei den direkten Nachbarländern sind deutsche Produkte beliebt. Exporte in Länder außerhalb der Europäischen Union brachen hingegen um 1,7 Prozent ein.

Warum die Zahlung ausbleibt

Eine neue Studie befragte über 3.000 Firmen in 16 europäischen Ländern nach dem Zahlungsverhalten ihrer jeweiligen Kunden. Konkret wollte man herausfinden, warum Menschen das Zahlen fälliger Rechnungen versäumen. Die Unternehmen glauben mehrheitlich, dass Privatpersonen ihre Schulden vor allem deswegen nicht bezahlten, da sie entweder temporär zahlungsunfähig oder insolvent sind. Ganze 66 Prozent bzw. 52 Prozent der Nicht-Zahler ordnen die Firmen in diese Kategorie ein. Von weiteren 49 Prozent glauben sie zudem, sie hätten die Rechnung schlicht vergessen. Nur bei 34 Prozent bzw. 38 Prozent gehen sie von Vorsatz oder Betrug aus. Auch räumten 29 Prozent der Firmen ein, Rechnung formell fehlerhaft ausgestellt zu haben. Neben deutschen Betreiben wurden auch griechische, russischen und rumänsiche befragt. Nur 10 Prozent der deutschen Firmen gaben an, dass Kunden ihre Schulden vorsätzlich nicht bezahlt hätten. Im westeuropäischen Schnitt betrug dieser Wert 34 Prozent, in Osteuropa sogar 41 Prozent.

Deutsche Käufer sind also nur in Ausnahmefällen zahlungsunwillig. Gleichzeitig hört man immer wieder von Bundesbürgern, die eine bestimmte Gebühr bewusst nicht entrichten wollen: den Rundfunkbeitrag. So weigerte sich ein Mann aus Erfurt über Monate rigoros, einen Gebührenbetrag von insgesamt knapp 760 Euro zu überweisen. Dies gipfelte darin, dass der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio schließlich den Privat-PKW des Mannes im Wert von 20.000 Euro pfändete. Als man mit einer Zwangsversteigerung des Autos drohte, beglich der Erfurter in seiner Not doch den geforderten Betrag.

Spaß beim Sparen

Eine neue App namens Savedroid will beim Sparen helfen und richtet sich vor allem an junge Nutzer. Der User kann einstellen, bei welchen speziellen Gelegenheiten er einen festgelegten Betrag auf ein separates Sparkonto überweisen will: etwa 1,10 Euro, wenn US-Präsident Donald Trump einen Tweet veröffentlicht. Das hinter der App stehende Start-up aus Frankfurt bietet auch noch andere Spar-Events: So werden beispielsweise immer 5 Euro überwiesen, wenn der Lieblings-Fußballclub gewinnt.

Die App hat sich zum Ziel gesetzt, bewusstes Sparen spielerisch zu fördern. Das ersparte Geld allerdings wird auf einem E-Geld-Konto gelagert und bleibt unverzinst. Nutzer sind somit selbst dazu angehalten, mit dem Betrag weiter zu verfahren: Sie können eine Rücküberweisung beantragen oder das Geld auf eine sogenannte Shopping-Kreditkarte transferieren lassen.

Weiterlesen:


Montag bis Freitag von 9 bis 22 Uhr stehen wir Ihnen persönlich und diskret zur Verfügung.
Rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine E-Mail, unter Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.