In den Lieblingsclub investieren

Vereine mit Milliarden-Kapital

Große Fußballclubs und -vereine sind längst zu weltweit agierenden Institutionen geworden, die mit hohen Summen agieren – etwa bei Spielertransfers. So sollte der brasilianische Stürmer Neymar für die Rekordsumme von 222 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Paris St. Germain wechseln. Ob der historische Deal Zustande kommt, bleibt zunächst unklar: Die spanische Liga weigert sich bisher, das Geld von Paris St. Germain anzunehmen.

Bei diesen enormen Summen lässt sich erahnen, zu welch liquiden Global-Playern sich manche Sportclubs entwickelt haben. Sie investieren in neue Spieler als unerlässlichen Zukunftsmotor und nehmen gleichzeitig Geld durch Spiele, Werbung und Merchandise ein. Ein Markt, der auch für einige Privatanleger interessant zu sein scheint. Für diese Investorengruppe offeriert die "Football Clubs' Valuation" eine jährliche Analysebasis, die einen Überblick über die ertragreichsten europäischen Vereine bietet. Für 2017 wurde der Unternehmenswert (Enterprise Value) für 32 Clubs in Europa ermittelt, vier davon mit einem Enterprise Value von über zwei Milliarden Euro. Der wertvollste Verein ist demnach Manchester United FC, gefolgt von Real Madrid und dem FC Barcelona.

Stetiges Wachstum

Neue Zahlen des europäischen Statistikamts Eurostat zeigen, dass das Bruttoinlandsprodukt im Euro-Raum um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gestiegen ist. Gegenüber dem Jahr 2016 kletterte das BIP sogar um 2,1 Prozent nach oben. Damit zeigte sich die Konjunktur im Euro-Währungsgebiet von den jüngsten außenpolitischen Ereignissen unbeeindruckt: Weder die Brexit-Verhandlungen, noch die Spannungen mit der Türkei oder US-Präsident Trumps unstetes Agieren konnten den Aufschwung bremsen. Im Gegenteil legte auch der starke Euro erneut zu, während die Arbeitslosenzahlen insgesamt sanken.

Auch die Forscher des Ifo-Instituts in München legten heute ihre Daten zur Wirtschaftsentwicklung in der Euro-Zone vor. Diese bescheinigen ebenfalls einen deutlichen Aufschwung, die Konjunktur sei so gut wie zuletzt im Jahr 2000. Vor allem mittel- und südeuropäische Länder lägen über den Erwartungen. Demgegenüber wurde aber die Inflationsprognose um 0,1 Prozent nach unten korrigiert.

Hohe Ausgaben

Der sogenannte Mikrozensus erfasst statistisch die Lebensumstände zufällig ausgewählter Haushalte der Bundesrepublik und erstellt daraus ein nicht-repräsentatives Spiegelbild der Gesellschaft. Dieser Mikrozensus ermittelte nun, dass die Armut in Deutschland von 2015 auf 2016 um 0,4 Prozent gesunken ist. Der Anteil armer Menschen mit Migrationshintergrund hingegen stieg um 0,4 Prozent und lag 2016 bei 28,1 Prozent. Experten sind der Meinung, dass es sich bei dieser Gruppe vor allem um Flüchtlinge handelt, die ab 2015 nach Deutschland einwanderten.

Bei sinkender Armut und wachsender Wirtschaftskraft verwundert es, dass die Sozialausgaben des Bundes 2016 auf die Rekordmarke von 918 Milliarden Euro anstiegen, also auf fast ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts. Der Sozialbericht 2017, den Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) nun vorstellte, geht sogar von einer Erhöhung auf 1,1 Billionen Euro bis ins Jahr 2021 aus. Kritik kam in diesem Zusammenhang vom Sozialverband VdK: Dieser attestiert, dass vor allem Jobs im Niedriglohnsektor die hohen Ausgaben trotz guter Arbeitsmarktzahlen hervorrufen.

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