Gerechte Verteilung?

Selbsteinschätzung

Eine repräsentative Umfrage des Spiegel wollte von den Bundesbürgern wissen, wie sie zur wirtschaftlichen Lage in der BRD stehen. Sehen sie sich als Profiteure der starken Konjunktur oder eher als Verlierer? Dabei meinten mehr als 70 Prozent, dass der wirtschaftliche Erfolg in Deutschland nicht gerecht verteilt sei. Eine entsprechende Einschätzung ist dabei aber auch von der politischen Ausrichtung abhängig: Mehr als ein Viertel der FDP- und Unions-Wähler sieht sich als Gewinner der aktuellen Wirtschaftslage. Bei Anhängern der Grünen sind es nur etwa 5 Prozent, bei Links-Wählern sogar nur 2 Prozent. Über 70 Prozent der Befragten beurteilte zudem Leih- und Zeitarbeit negativ.

Die Wahrnehmungen der Deutschen können also sehr unterschiedlich sein, abhängig von Berufsstand, Einkommen und politischer Orientierung. Was die Bundesbürger aber offenbar eint, ist ihr konservatives Anlageverhalten. Die meisten Deutschen parken ihr Kapital nämlich auf Tagesgeldkonten, wo die Zinsen zurzeit verschwindend gering sind. Im Schnitt liegen auf Tagesgeldkonten pro Kopf 14.900 Euro bei einer Verzinsung von 0,15 Prozent. Hier zeigt sich wieder, dass Deutsche vor allem Sparer sind – und dem Anlagegeschäft skeptisch gegenüberstehen.

Mitarbeiter gesucht

Heute hat die Bundesagentur für Arbeit die Arbeitslosenzahlen für den Monat Juli bekanntgegeben. Dabei verzeichnete sie einen leichten Anstieg um ca. 55.000 bis 60.000 Arbeitsuchende, was die Zahl der Erwerbslosen auf insgesamt 2,53 Millionen setzt.

Dieser Umstand erstaunt, da im Juli so viele Arbeitgeber wie noch nie nach Mitarbeitern suchten. Der sogenannte Stellenindex kletterte erstmals auf 238 Punkte und erreichte somit den höchsten Stand seit seiner Einführung vor zwölf Jahren. Inzwischen scheinen fast alle Branchen mit dem Mitarbeitermangel zu kämpfen. Dass die Arbeitslosenzahl letzten Monat trotzdem stieg, führen Experten auf saisonbedingte Faktoren zurück: So meldeten sich im Juli viele Azubis nach dem Ende ihrer Lehre erst einmal formell als arbeitssuchend.

Ein immer wichtigerer Faktor auf dem Arbeitsmarkt sind zudem Menschen mit Migrationshintergrund. Diese machen inzwischen fast 30 Prozent aller Arbeitnehmer aus. Vor allem bei Reinigungsberufen und in der Gastronomie ist der Ausländeranteil sehr hoch. Akademiker mit Migrationshintergrund finden zudem in der deutschen Industrie immer häufiger eine Anstellung.

Kundenfreundliche Entscheidung

Bis vor kurzem konnten Händler bei Kreditkarten-Transaktionen eine zusätzliche Gebühr verlangen. Somit wussten Kunden nie, ob der angegebene Preis für ein Produkt auch tatsächlich der Endpreis ist. Vor allem bei Bestellungen im Internet konnten Verbraucher so unangenehme Überraschungen erleben.

Aus diesem Grund wurde nun per Gesetz in der EU eine neue Zahlungsverordnung für Kreditkartenkäufe eingeführt. Diese verbietet entsprechende Aufschläge. Die Richtlinie wurde im Juni verabschiedet und trat heute in Kraft. Außerdem können unrechtmäßig eingeforderte Gebühren zukünftig von Kunden zurückverlangt werden. Hierfür sollte man sich mit dem Kreditkartenherausgeber in Verbindung setzen, empfehlen Experten.

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