Euro im Aufwind

Die Pläne der Federal Reserve

Die US-Notenbank Federal Reserve plant, ihre Bilanz von 4500 Milliarden US-Dollar ab Mitte September 2017 abzubauen. Den größten Teil dieses Betrags machen zurzeit verbriefte Hypotheken und Staatsanleihen aus. Zukünftig soll weniger in diesem Bereich reinvestiert werden – zunächst knapp 10 Milliarden Dollar, im Laufe der nächsten Monate maximal 50 Milliarden Dollar. Der Leitzins wurde zwar nicht erhöht, soll aber dieses Jahr noch einmal nach oben korrigiert werden. Entscheidend für das geplante Vorgehen der Fed wird die Inflationsentwicklung in den USA sein: Diese ist jedoch weiterhin gering und hat sich letzten Monat trotz anders lautender Prognosen nicht verändert.

Während die Börsen positiv auf die Pläne der Fed reagierten, schwächelte der Dollar erneut. Die US-Währung fiel um 0,6 Prozent – der Euro hingegen bekam noch einmal Rückenwind. So stieg die europäische Währung auf 1,1776 Dollar und kratzt damit an der 1,18 Dollar-Marke. Auch gegenüber dem Schweizer Franken konnte der starke Euro ein neuerliches Hoch erzielen und liegt jetzt bei 1,13 Franken.

Dieselmotor als Auslaufmodell?

Das Verwaltungsgericht in Stuttgart hat heute entschieden, dass Fahrverbote von Diesel-PKW grundsätzlich möglich sind, um die Feinstaubbelastung in der Stadt am Neckar zu reduzieren. Baden-Württemberg hatte bis zuletzt versucht, das Diesel-Verbot mit speziell nachgerüsteten Motoren zu umgehen. Nun allerdings ist das Bundesland gezwungen, seinen sogenannten Luftreinhalteplan schnellstmöglich zu reformieren, allerdings zum Nachteil der Autohalter.

Demgegenüber stellt das Urteil einen Teilsieg für die Deutsche Umwelthilfe (DUH) dar, welche das Fahrverbot eingeklagt hatte. Umweltschutz und die Gesundheit der Bürger stünden vor allen anderen Interessen, so die Argumentation der DUH. Das Stuttgarter Verwaltungsgericht stimmte dieser Sichtweise zu.

Nun teilte das Land Baden-Württemberg mit, man wolle das Urteil prüfen. Immerhin besteht für die grün-schwarze Landesregierung die Möglichkeit, den Rechtsstreit vor dem Bundesverwaltungsgericht fortzusetzen. Sollte das Fahrverbot auch hier bestätigt werden, wäre dies zwar positiv für Gesundheit und Umwelt – hätte aber auch große finanzielle Folgen für stuttgarter PKW-Fahrer mit Dieselmotor.

Im Kaufrausch

Das Marktforschungsinstitut GfK hat in einer neuen Studie das Konsumklima in Deutschland untersucht und bescheinigt den Deutschen eine anhaltende Kauflaune. Dieses kauffreudige Verhalten vermochte auch die zum Teil schwierige weltpolitische Lage nicht zu trüben. Allerdings könnten laut GfK bestimmte Ereignisse das Konsumverhalten abschwächen: Verwerfungen mit der Türkei etwa, der kommende Brexit oder die US-amerikanische Außenpolitik.

Die 2.000 befragten Verbraucher scheinen jedoch im Moment keinen Grund zu sehen, ihr Kaufverhalten zu ändern. Ein Großteil der Studienteilnehmer schätzt seine finanzielle Situation positiv ein. Lediglich größere Anschaffungen scheinen die Konsumenten aktuell zu vermeiden.

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