Die Sache mit den Zusatzkosten

Urteilsspruch

Der finanzielle Druck auf Banken durch die aktuelle Geldpolitik der EZB wächst. Um weiter positiv wirtschaften zu können, erheben immer mehr Banken Gebühren für bestimmte Finanzdienstleistungen. Verbraucherschützer wiederum arbeiten gegen diese Entwicklung, um Bankkunden vor steigenden Zusatzkosten abzusichern. Die Verbraucherzentralen (vzbv) hatten daher gegen eine Sparkasse in Groß-Gerau geklagt. Diese verlangte für ein Online-Konto zwei Euro Monatsgebühr. Jede TAN (Transaktionsnummer) zum sicheren Online-Banking sollte als SMS-Nachricht noch einmal zehn Cent kosten.

Der Bundesgerichtshof hat heute in dem Verfahren entschieden, dass eine Pauschale für TAN-SMS grundsätzlich erlaubt ist. Allerdings muss der Kunde nur bezahlen, wenn er mit dem Code ein Bankgeschäft erfolgreich online abwickelt. Eine generelle Gebühr für das schlichte Abfragen der TAN ist nicht zulässig.

Andere profitieren

Im Fall der mutmaßlichen Kartellabsprachen großer deutscher Automobilkonzerne – VW, Porsche, BMW, Audi und Daimler – hat nun eine EU-Kommission die Ermittlungen übernommen. Das Bundeskartellamt ist hingegen nicht bestrebt, ein eigenes Verfahren zu eröffnen. Die genannten Firmen sollen laut Spiegel über Jahrzehnte hinweg Absprachen getroffen haben, um Marktvorteile zu erzielen. Bei einer Verurteilung drohen den Unternehmen Milliardenstrafen und Privatklagen.

Wie nun publik wurde, hat sich Daimler mit einer Selbstanzeige an die Wettbewerbsbehörde gewandt. Das könnte den Autobauer aus Stuttgart vor erheblichen Strafzahlungen bewahren, sollten sich die Kartellvorwürfe als berechtigt herausstellen. Auch die Daimler-Aktie profitierte von dieser Entwicklung: Nach der gestrigen Talfahrt stiegen die Werte um 0,26 Prozent. Auch die VW-Aktie stieg nach einem Kurseinbruch um 0,73 Prozent. Der Konzern aus Wolfsburg hatte sich Medienberichten zufolge kurz nach Daimler ebenfalls selbst angezeigt.

Während die deutschen Automobil-Größen zurzeit also in der Krise stecken, profitieren kleinere Firmen von dieser Situation. Das chinesische Unternehmen Geely etwa stellt im eigenen Land sehr erfolgreich Elektroautos her – und verzeichnete einen Aktiengewinn von 500 Prozent in den letzen 22 Monaten. Allein in diesem Jahr freute sich Geely über ein Plus von 151 Prozent. Aber auch Elektro-Konkurrent Tesla konnte einen starken Zuwachs von 54 Prozent erzielen.

Innovationskraft

Wer an unternehmerische Innovation denkt, hat womöglich das Bild eines jungen Start-Ups vor Augen, vornehmlich in Metropolen wie Berlin oder Hamburg. Tatsächlich liegt das deutsche Innovationszentrum aber in Süddeutschland, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) nun herausfand. Dafür wurden insgesamt 85 regionale Wirtschaftsräume untersucht.

Ganz vorne im Bereich Technologie, Entwicklung und Neugründung liegen damit Bayern und Baden-Württemberg. In Ostdeutschland gab es die meisten Neugründungen hingegen in Dresden und Jena.

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