Geändertes Konsumverhalten

Wo die Deutschen einkaufen

Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage shoppen immer mehr Deutsche online und vernachlässigen den stationären Handel. Dabei kaufen 57 Prozent der deutschen Konsumenten inzwischen im Internet ein, 23 Prozent könnten sogar völlig auf Einkaufszentren und Shoppingmeilen verzichten. Für 80 Prozent der Deutschen macht es zudem keinen Unterschied, ob sie online oder offline shoppen.

Das Auto – ganz gleich ob im Autohaus oder Internet gekauft – galt viele Jahrzehnte als eines der liebsten Konsumgüter der Deutschen. Seit einiger Zeit geht hier aber die Nachfrage deutlich zurück. Im ersten Halbjahr 2017 wurden nur noch knapp 35 Prozent der Neuwagen auf Privatkunden zugelassen. Auch werden einmal gekaufte Wagen inzwischen länger genutzt: Im Durchschnitt leistet sich heute jeder Autobesitzer alle 9 Jahre einen neues Modell. Um die Jahrtausendwende wurde das Auto hingegen etwa alle 7 Jahre ausgewechselt.

Neues vom Wohnungsmarkt

Dass Wohnen in deutschen Städten immer teurer wird, ist seit einiger Zeit bekannt. Nicht nur steigen die Mietpreise, auch bei Wohnungskäufen werden immer höhere Preise verlangt. In einer neuen Studie wurden nun die Preise für Eigentumswohnungen aus dem Jahr 2016 ermittelt und miteinander verglichen. Mit über 9.500 Euro pro Quadratmeter in bester Lage ist München die teuerste Stadt Deutschlands. Am zweithöchsten ist der Quadratmeterpreis in Hamburg mit fast 7.500 Euro. Wenig überraschend zeigte die Erhebung außerdem, dass die Quadratmeterpreise in mittleren Lagen und in den städtischen Randgebieten abnehmen.

In diesem Ranking der teuersten Immobilien liegt Berlin zwar nur auf Platz 5, dennoch haben auch hier viele Einwohner mit der Wohnungsnot zu kämpfen. Im Mietwohnbereich sollen Sozialwohnungen mit Mietpreisdeckelung Abhilfe schaffen, doch davon gibt es viel zu wenige. Laut dem Deutschen Städtetag müssten in Berlin jährlich 80.000 bis 120.000 neue Wohnunge gebaut werden, um den Bedarf zu decken. Denn inzwischen haben 55 Prozent der Berliner Anspruch auf eine Sozialwohnung.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) sieht für die unmittelbare Zukunft jedoch keine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt. Laut ihren Berechnungen müssten deutschlandweit jedes Jahr 350.000 neue Unterkünfte entstehen. In der Realität waren es 2016 jedoch nur 278.000.

Was geschieht mit dem Geld?

Das Vermögen der Deutschen wächst. Laut neuester Zahlen der Bundesbank beläuft sich das Vermögen deutscher Privathaushalte zurzeit auf 5676 Milliarden Euro. Doch diese hohe Summe ermutigt scheinbar nicht dazu, risikofreudiger anzulegen. Die Deutschen sind weiterhin harte Sparer, die ihr Geld am liebsten auf Girokonten und Sparbüchern verwalten. Sehr beliebt ist außerdem der Bausparvertrag.

Dennoch scheint in diesem Bereich eine leichte Trendwende erkennbar: Während der aktuellen Niedrigzinsphase haben deutlich mehr Deutsche Aktien und vergleichbare Werte erworben. Insgesamt wurden hier etwa zwei Milliarden Euro angelegt.

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