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Müssen Banken bald sparen?

Die Folgen des Nullzinses

Die andauernden Niedrigzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) sorgen dafür, dass Sparkassen und Genossenschaftsbanken wie Volks- und Raiffeisenbanken immer geringere Erträge aus ihrem klassischen Bankgeschäft generieren können. So wird beispielsweise die Vergabe von Krediten immer unrentabler. Eine neue Studie hat nun ermittelt, dass kleinere Banken zwischen 25 und 30 Prozent ihrer Kosten senken müssten, um in Zeiten des Niedrigzins konkurrenzfähig zu bleiben. Errechnet wurde dies über den sogenannten Bilanziellen Kosteneffizienz-Wert (Cost-Efficiency-Ratio), der Aussagen über die Produktivität des Kundengeschäfts zulässt.

Dabei ergab sich, dass weniger Sachkosten, sondern vielmehr Personalkosten bei kleineren Banken besonders hoch seien – und hier müsste man sparen. Dies stellt Bankvorstände allerdings vor eine bisher ungekannte Situation: So war es bis dato unüblich, Mitarbeitern von Sparkassen oder Volks- und Raiffeisenbanken betriebsbedingt zu kündigen. Wie die kleinen Banken auf die neue Situation reagieren, wird die Zukunft zeigen müssen.

EZB erwägt Überprüfung

Die Deutsche Bank hingegen sieht sich mit anderen Problemen konfrontiert. So scheint die EZB nun zwei wichtige Aktionäre der Deutschen Bank überprüfen zu wollen: Den chinesischen Konzern HNA und die Al Thanis, die Herrscherfamilie von Katar. Mehrere Punkte sollen von der EZB beleuchtet werden, etwa die Solvenz der Anteilseigner oder ihre Vertrauenswürdigkeit. Außerdem wird ermittelt, woher das Geld der Aktionäre stammt und ob sie womöglich in kriminelle Aktivitäten verstrickt sind. Da die Anteile von HNA und den Al Thanis an der Deutschen Bank weniger als zehn Prozent betragen, müsste die EZB hier aber erstmals eine Ausnahmeregelung nutzen, um das Verfahren in Gang zu bringen.

Wem das Erbe nützt

In Deutschland werden in den nächsten Jahren hohe Geldsummen vererbt – nicht nur im Mittelstand, sondern auch in Großkonzernen. Unternehmen wie Schaeffler, Tchibo und Sixt machen es vor. Gleichzeitig gilt es in der Bundesrepublik als selbstverständlich, sein Vermögen an die nächste Generation weiterzugeben. Der Begriff Enterbung hingegen scheint stark negativ konnotiert.

In den USA beispielsweise lässt sich die gegenteilige Entwicklung feststellen: Immer häufiger enterben Eltern ihre Kinder, um das Geld bewusst karitativen Einrichtungen oder gemeinnützigen Projekten zu spenden. Auch die enterbten Kinder sind damit einverstanden. Was dort gesellschaftlich honoriert wird, gilt hierzulande eher als verpönt. Noch misstrauischer werden in Deutschland scheinbar nur die Erben großer Vermögen beäugt. Dabei sollte nicht die vorrangige Frage sein, wer was und wie viel erbt, sondern wie mit dem Erbe umgegangen wird. Gerade wenn sich große oder mittelständische Firmen in der Erbmasse befinden, bringt eine organisierte Weiterführung des Betriebs viele Vorteile – nicht zuletzt für die Beschäftigten und die Wirtschaft.

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