Viele offene Fragen

Die Gespräche haben begonnen

Mit dem Start des G20-Gipfels begann heute ein politisch-wirtschaftliches Großereignis, das auch Anleger beschäftigt. Zwei der wichtigsten Themen sind Freihandel und Klimapolitik, vor allem in Bezug auf US-Präsident Trump heikle Themen. Dieser steht für eine Politik des Protektionismus und trat kürzlich aus dem Pariser Klimaabkommen aus. Neben Trump sind noch weitere Staatschefs nach Hamburg gereist, deren Länder ein eher gespanntes Verhältnis zur Bundesrepublik haben: Russlands Präsident Wladimir Putin und der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Während sich Putin kürzlich kooperativ gab und eine Bewegung hin zu Klimaschutz und Freihandel andeutete, hat Erdogan die Bundesregierung im Vorfeld des G20-Treffens stark kritisiert. Diese hatte ihm eine Rede vor Anhängern in Deutschland verboten.

Es stellen sich also viele offene Fragen, die während des zweitägigen Gipfeltreffens erörtert werden sollen. Entsprechend spiegelte sich der unsichere Zustand auch an der Börse wider: Der DAX fiel leicht um 0,3 Prozent. Anleger schauten heute aber nicht nur nach Hamburg, sondern auch nach Washington, wo das US-Arbeitsministerium seinen Arbeitsmarkt-Bericht veröffentlichen will.

Beliebt und unbeliebt

Mitten in London steht The Shard, ein gläserner Luxusbau von 310 Metern Höhe. Seit der Fertigstellung im Jahre 2012 bietet der Bauherr, ein Immobilieninvestor aus Katar, hier die teuersten Eigentumswohnung der Stadt an. Allerdings ist der Kaufpreis für die Apartments derart hoch, dass sich bisher kein Interessent finden konnte. Die günstigste Wohnung kostet 30 Millionen Pfund, der Preis für ein Spitzen-Apartment liegt bei 50 Millionen Pfund. Die Investoren aus Katar sehen The Shard trotzdem nicht als Fehlschlag an: Sie nutzen die leerstehenden Wohnungen als Büroräume, bis sich ein Käufer findet.

Derartige Vermittlungsprobleme scheint es in Deutschland aktuell nicht zu geben. Immobilien in der Bundesrepublik sind beliebter denn je, bei in- wie ausländischen Käufern. Vor allem werden Gebäude zu gewerblichen Zwecken erworben, wie eine neue Studien nun herausfand. Die Anzahl der Investoren aus dem Ausland hat sich im Vergleich zum Jahr 2016 sogar verdoppelt.

Die positiven Zahlen dürften Immobilienmaklern auf dem deutschen Mietwohnmarkt wenig nützen. Diese haben seit einiger Zeit große Umsatzeinbußen durch das sogenannte Bestellerprinzip: Engagierte ein Vermieter noch vor zwei Jahren einen Makler, so musste der zukünftige Mieter dessen Provision bezahlen. Durch das mieterfreundliche Bestellerprinzip wurde ein solches Vorgehen verboten – der Vermieter blieb auf den Kosten sitzen. Folglich brach die Zahl der Aufträge für Makler sein. Verbraucherschützer sehen hier eine positive Entwicklung, da Mieter nun keine Zusatzkosten mehr tragen müssen und das Makler-Angebot übersichtlicher wird.

Fragwürdige Erkenntnisse

Eine neue Studie der Universität Toronto hat angeblich ermittelt, dass sich der Wohlstand eines Menschen von dessen Gesicht ablesen lässt. Die Forscher zeigten einer Reihe von Probanden mehrere Personen-Fotos: Die eine Gruppe der Abgebildeten verdiente weniger als 60.000 Dollar im Jahr, die andere über 100.000 Dollar. Mit einer Quote von 53 Prozent konnten die Tester die gesehene Person einer Gehaltsklasse zuordnen.

Da die Quote aber nur knapp über dem Wert liegt, der durch reines Raten erzielt würde, lassen sich kaum verifizierbare Aussagen aus den Studienergebnissen ableiten. Dass sich das Gehalt eines Menschen auch in dessen Züge einbrennt, wie die Wissenschaftler glauben, ist dabei eher unwahrscheinlich.

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