Echte Familienvorteile?

Wahlkampfversprechen

Wohnungsnot und konstant steigende Mieten sind auch ein großes Thema im Wahlkampf vor der Bundestagswahl. Sowohl SPD als auch CDU/CSU planen Zusatzgelder für Familien, die in eine eigene Immobilie investieren wollen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um einen Neu- oder Altbau handelt. Laut Union sollen Familien, die ein Haus kaufen oder bauen wollen, für jedes ihrer Kinder 1.200 Euro Baukindergeld pro Jahr erhalten – und zwar zehn Jahre lang. Die SPD kontert mit dem Familienbaugeld, bei dem ebenfalls Zuschüsse für Kinder gezahlt werden. Für das erste Kind sind pro Familie mit Eigenheimplänen 8.000 Euro geplant, für das zweit und dritte Kind jeweils 6.000 Euro.

Inwiefern diese Projekte das Wohnungsproblem beheben werden, wird sich zeigen müssen. Auf dem Land immerhin gibt es inzwischen viel zu viele Neubauten, die ein Überangebot produzieren (Weiterlesen). Bekannterweise herrscht in Städten das gegenteilige Problem: Neue Zahlen zeigen nun, dass in Deutschland ca. eine Million Wohnungen fehlen, vor allem in den Ballungsräumen. Zu diesem Ergebnis kam der Bundesverband der deutschen Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) in einer aktuellen Studie. Untersucht wurde der Zeitraum von 2009 bis 2017.

Noch höhere Erbschaften

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat heute neue Zahlen zum Erbvolumen in der Bundesrepublik veröffentlicht. So schätzt man für die Zeitspanne von 2012 bis 2027 eine Erb-Gesamtsumme von etwa 400 Milliarden Euro im Jahr.

Mit der aktuellen Rechnung wurden die ohnehin schon hohen Erbschaftsprognosen nach oben korrigiert. Dies liegt an der Methode der Forscher: Erstmals berücksichtigten sie nicht nur den bloßen Vermögensbestand. Vielmehr sah man sich auch die Folgen des regelmäßigen Sparens und allgemeine Wertveränderungen an.

Schmale Urlaubskasse

Eine Studie des Europäischen Statistikamtes Eurostat hat das Urlaubsgeld der Deutschen genauer unter die Lupe genommen. Dabei wurde festgestellt, dass sich letztes Jahr fast 20 Prozent der Bundesbürger keinen Urlaub leisten konnten. Als Urlaub wurde hier ein einwöchiger Ferienaufenthalt im Ausland definiert. Obwohl diese Zahl zunächst hoch erscheint, war sie eine Dekade zuvor noch höher: 2006 konnten sich fast 35 Prozent keinen Urlaub leisten.

Im EU-Ausland ist dieser Wert bis heute aktuell. Hier mussten in den letzten Jahren zwischen 34 Prozent und 40 Prozent der Bevölkerung ihren Urlaub im eigenen Land verbringen.

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