Finnische Experimente

Grundloses Grundeinkommen?

Schon seit einiger Zeit wird das Konzept des Bedingungslosen Grundeinkommens in der Öffentlichkeit diskutiert. Teile der Grünen haben sich dafür ausgesprochen, die Links-Partei fordert sogar ein Einkommen von knapp 1.000 Euro für alle. CDU und SPD stellen sich mehrheitlich dagegen.

In Finnland wird die Idee jetzt in die Tat umgesetzt – zumindest versuchsweise. Seit Anfang des Jahres erhalten dort 2.000 arbeitssuchende Finnen 560 Euro im Monat. Das Geld ist an keine weiteren Bedingungen geknüpft. Dennoch verfolgt man mit dem Pilotprojekt ein bestimmtes Ziel: Menschen ohne Arbeit sollen mit dem Grundeinkommen zur aktiveren Arbeitssuche animiert werden. Denn 560 Euro sind in Finnland mit seinen hohen Konsumgüterpreisen schnell verbraucht. Das Zusatzgeld soll also als Anreiz dienen.

Kritiker hingegen bezweifeln, ob dieser Effekt erzielt wird. So auch der Chef der Gewerkschaft Verdi in Deutschland. Das Bedingungslose Grundeinkommen sei in Deutschland nicht praktikabel, da zentrale Fragen, wie beispielsweise die Finanzierung, nicht geklärt seien. Außerdem könnte ein Grundeinkommen weites Lohndumping zur Folge haben.

Steuersenkungen – für wen?

Gestern haben CDU/CSU ihr Wahlprogramm für die Bundestagswahl 2017 vorgestellt. Vor allem im Bereich der Steuerpolitik liegen damit verlässliche Zahlen von beiden großen Volksparteien vor. Erstaunlich viele Pläne zielen auf dasselbe Ergebnis, Unterschiede findet man vor allem in der konkreten Umsetzung.

So wollen Union und SPD jeweils Steuern senken und gezielt Mittel- und Geringverdiener entlasten. Hierzu soll der Solidaritätszuschlag schrittweise abgebaut werden. Im Bereich der Steuersenkungen liegt aber einer der größten Unterschiede beider Wahlprogramme: Bei CDU/CSU sollen alle Bürger von Senkungen profitieren – die SPD plant hingegen einen höheren Steuersatz für Spitzenverdiener. Dieser soll von 42 Prozent auf 45 Prozent steigen.

Welches Konzept das zukunftsträchtigere ist, wird auch in der Presse hitzig diskutiert. Schadet man mit einem neuen Spitzensteuersatz der mittelständischen Industrie oder entlastet man den Durchschnittsverdiener?

Mehr fehlerhafte Systeme

Ein Störfall an der US-Börse NASDAQ sorgte heute für Aufruhr. Mit einem Mal verloren große Tech-Firmen an wert oder legten rasant zu. Grund war ein Testdaten-Systemfehler, der mehrere Unternehmen auf ein Niveau hievte: Amazon, Apple, Microsoft und der Software-Konzern Zynga standen alle auf dem selben Kursniveau, nämlich bei 123,47. Auf Grundlage der falschen Zahlen durchgeführte Geschäfte seien laut NASDAQ rückgängig gemacht worden.

Durch die voranschreitende Digitalisierung an den Börsen kam es in letzter Zeit häufiger zu Fehldarstellungen bei Kurszahlen. So war vor kurzem erst der Goldpreis überraschend eingebrochen – bisher ohne Erklärung. Auch die Kryptowährung Ethereum hatte durch einen Systemfehler kurzzeitig stark an Wert eingebüßt (Weiterlesen).

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