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Kostspielige Bildung

Großstädte bleiben teuer – vorerst

Eine neue Erhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) hat ergeben, dass immer mehr Studierende ihr Studium mit Nebenjobs finanzieren. Im Jahr 2016 gingen 68 Prozent einer Nebentätigkeit nach, ganze 86 Prozent wurden zusätzlich von den Eltern unterstützt. Unbeliebt scheint hingegen das sogenannte Bafög zu sein, die Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz. Lediglich 18 Prozent der Studierenden beziehen die staatlichen Ausbildungsgelder. Gleichzeitig wurden die Lebenshaltungskosten im Studium teurer, so stiegen die Mieten für Studenten von 2010 bis 2015 um bis zu 33 Prozent. Am teuersten sind WG-Zimmer in München und Frankfurt am Main.

Um den Mietpreisexplosionen und der aktuellen Wohnungsnot in Großstädten entgegenzuwirken, plant Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) die Errichtung neuer Plattenbauten. Zusammen mit Vertretern aus Industrie und Architektur rief sie kürzlich eine Ausschreibung zum Bau seriell gefertigter Wohnanlagen aus. Das Vorhaben orientiert sich an schwedischen Bauprojekten der letzten Jahre, welche die Immobilienpreise im EU-Land um 25 Prozent sinken ließen.

Dass es die Menschen trotz hoher Mieten europaweit vor allem in die Großstädte zieht, verwundert nicht. Gerade hier finden sie besonders viel Innovation, Dynamik und Wachstum. Die zukunftsträchtigsten Städte Europas ermittelte nun eine neue Studie. Vor allem finden sich hier britische sowie mittel- und nordeuropäische Metropolen.

Die Folgen der Verwirrung

Die gestrigen Äußerungen des EZB-Präsidenten Mario Draghi sorgten kurzzeitig für Verwirrung bezüglich der künftigen Geldpolitik im EU-Raum. Ein unscharfes Statement Draghis bei einer Bankkonferenz in Portugal hatte zahlreiche Medienvertreter zu der Überzeugung gebracht, die EZB werde bald von ihrer Nullzins-Politik Abstand nehmen. Die EZB dementierte derlei Gerüchte umgehend (Weiterlesen).

Dies hielt den Euro aber nicht davon ab, einen neuen Höchststand zu erreichen. Auslöser waren die angeblichen geldpolitischen Pläne, die die Presse in Draghis Aussagen hineininterpretiert hatte. Am Donnerstagmorgen war der Euro auf 1,1419 Dollar geklettert und lag damit so hoch wie seit einem Jahr nicht mehr. Einen derart hohen Stand hatte die Währung zuletzt nach dem Brexit-Votum im Juni 2016.

Zurückrudern

Anfang des Monats war eine Volksbank in Reutlingen (Baden-Württemberg) dazu übergegangen, Girokontos ab dem ersten Euro mit Negativzinsen zu belegen. Nicht nur hagelte es hierfür öffentlich Kritik, nun wurde die Bank auch von der Verbraucherzentrale abgemahnt. Die Volksbank Reutlingen machte den Minuszins daraufhin wieder rückgängig. Ob das sogenannte Verwahrentgelt überhaupt rechtsgültig ist, bleibt juristisch umstritten. Da aber immer mehr Banken versuchen, die Kosten der EZB-Nullzinspolitik auf ihre Kunden zu übertragen, könnten zukünftig noch weitere Geldinstitute abgemahnt werden.

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