Prognosen und Parolen

Deutschlands Rentenproblem

Die Themen Rente und Drohende Altersarmut sind in Zeiten des Wahlkampfs in aller Munde. Eine heute veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) bestätigt die schon lange gehegten Befürchtungen: Den Experten zufolge wird die Risikoquote für Armut im Alter bis zum Jahr 2036 steigen, von 16 auf 20 Prozent. Besonders gefährdet sind demnach Langzeitarbeitslose, Menschen ohne Berufsausbildung und alleinstehende Frauen. Als Ursache für die Entwicklungen wurden u.a. der demographische Wandel, die unsteten modernen Arbeitsverhältnisse und die Zustände im Niedriglohnsektor ausgemacht. Nach Meinung der Wissenschaftler reichen aktuelle politische Maßnahmen und geplante Reformpakete nicht aus, um die drohende Armut im Rentenalter zu stoppen. Konkrete Handlungsvorschläge konnten aber auch sie nicht liefern.

Welche Sprengkraft das Thema hat, zeigen auch die aktuellen Diskussionen in der Politik. Erst kürzlich kritisierte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz eine Äußerung der Bundeskanzlerin Merkel. Diese hatte angekündigt, nichts am aktuellen Rentenkonzept ändern zu wollen. Beim SPD-Parteitag legte Schulz nun nach und warf der Bundeskanzlerin vor, inhaltliche Aussagen zu meiden und so eine geringere Wahlbeteiligung in Kauf zu nehmen. Kritik erntete er dafür nicht nur von CDU/CSU, sondern auch von der Links-Partei.

Innovation und Wachstum

Deutschlands Gründerszene wächst nicht nur, sondern zeichnet sich durch besondere Vielfalt aus. Dies ist am deutlichsten in Berlin auszumachen. So haben einige Geflüchtete aus Syrien in der Bundeshauptstadt eine neue Heimat gefunden und wollen ihre innovativen Geschäftsideen in Form von Start-Up-Unternehmen voranbringen. Dies geschieht unter Schirmherrschaft des Projekts Ideas in Motion, dem ersten deutschen Gründerprogramm für Geflüchtete. Unter anderem soll hier ein Service finanziert werden, der Geflüchteten den Behördengang in Deutschland erleichtert.

Doch auch außerhalb dieses Pilotprojektes ist die Start-Up-Community in Berlin groß und vielfältig. Zwei Jungunternehmer, ursprünglich aus Tübingen, haben in Berlin eine Firma gegründet, die die Arbeitsweise mittelständischer Unternehmen revolutionieren soll. Ihre intelligente Software vereinfacht Arbeits- und Bestellprozesse in der herstellenden Industrie. Eben diese Vorgänge wurden bisher zum großen Teil umständlich per Fax erledigt.

Während Start-Ups in Deutschland also boomen, sieht dies bei etablierten deutschen Großkonzernen anders aus. Vor allem aufgrund von Fehlinvestitionen viel das Wachstum bei den 500 größten deutschen Unternehmen schwach aus. Es konnte lediglich ein Durchschnittswachstum von 0,8 Prozent erwirtschaftet werden, im Jahr 2015 lag der Wert hingegen bei ganzen 5,0 Prozent.

Gefährlicher Vermögensaufbau

Im Jahr 2010 beschloss der Millionär Forrest Fenn, eine Truhe voller Gold und Edelsteine aus seinem Tresor zu nehmen und diese im Gebiet der Rocky Mountains zu vergraben. Er fertigte eine Schatzkarte in Form eines Gedichtes an und forderte die Öffentlichkeit auf, seinen Goldschatz mit Hilfe versteckter Hinweise aufzuspüren. Das war kurz vor seinem 80. Geburtstag – heute, sieben Jahre später, suchen Menschen immer noch nach dem vergrabenen Gold. Insgesamt sollen es 65.000 Schatzjäger gewesen sein, alle von dem Wunsch getrieben, auf einen Schlag vermögend zu werden. Für zwei Abenteurer allerdings ging das Spiel bisher tragisch aus: Sie kamen in dem unwegsamen Gelände der Rocky Mountains auf der Suche nach dem Goldschatz zu Tode.

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