Immer extremere Verhältnisse

Wohnraum ist verfügbar – nur an der falschen Stelle

Seit einigen Jahren zieht es immer mehr Menschen in deutsche Großstädte, die urbanen Ballungszentren wachsen. Dennoch zeichnet sich seit langem ein großes Problem ab: In den Städten herrscht Wohnungsnot und die Mieten steigen konstant.

Auf dem Land hingegen folgt man dem gegenläufigen Trend. Eine heute veröffentlichte Studie zeigt die bauliche Entwicklung in ländlichen Regionen des Bundesrepublik. Hier stehen Altbauten zu großer Zahl leer, niemand will sie beziehen. Gleichzeitig werden in den Dörfern immer neue Einfamilienhäuser gebaut. Es herrscht ein Wohnungsüberfluss, der schwerwiegende Folgen haben kann: Gibt es keine Nachfrage, schrumpft der Bevölkerungsanteil in der Peripherie und Dorfzentren verwaisen. Kommunen versuchen inzwischen, diesem Trend entgegenzuwirken und erteilen gezielt weniger Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser. Mit solchen Maßnahmen wird sich der ländliche Bau-Boom aber kaum stoppen lassen.

Vielmehr kündigen sich weitere Probleme auf dem Immobilienmarkt an. Die Wohnungsknappheit in den Großstädten hat sich seit einigen Jahren auch auf deutsche Mittelstädte ausgeweitet. Bezahlbarer Wohnraum wird hier ebenfalls immer knapper. In der Studentenstadt Tübingen etwa sind die Mieten inzwischen teurer als in Hamburg oder Düsseldorf.

Ungewisse Zukunft

Die internationale Langzeitstudie "What worries the world?" fragt regelmäßig nach den größten Ängsten der Menschen in unterschiedlichen Ländern. Wie sich nun zeigte, fürchten sich die Deutschen am meisten vor wachsender Armut und sozialer Ungerechtigkeit (43 Prozent). Vor allem drohende Altersarmut dürfte hier ein großes Thema sein.

Dazu passt, dass die Vereinte Dienstleistungs-Gewerkschaft (Ver.di) heute die Rentenprogramme der großen Volksparteien kritisierte. Das Rentenniveau dürfe bis 2030 nicht gesenkt werden, so Ver.di. Vielmehr sei Bedarf nach einer radikalen Aufstockung und Stabilisierung. Ver.di forderte eine Grundsicherungsquote von mindestens 50 Prozent, sonst drohe millionenfache Altersarmut. Außerdem sei es wichtig, über das Jahr 2030 hinauszublicken.

Ein deutliches Gefälle bei den Bezügen zeigt sich aber heute schon bei Rentnern und Pensionären. Die gesetzliche Altersrente liegt aktuell vor Abzug der Steuern bei ca. 1.000 Euro. Ehemalige Beamte kommen im Schnitt auf fast 3.000 Euro. Zudem ist das Renteneintrittsalter für Staatsdiener niedriger.

Frischer Wind in Unternehmen

In vielen US-amerikanischen Großkonzernen hat sich in den letzten Jahren ein Führungswechsel vollzogen: dominant-autoritäre CEOs gingen, experimentierfreudige Teamplayer traten an ihre Stelle. So geschehen 2014 bei Microsoft und UPS, 2015 bei Proctor & Gamble – oder aktuell bei Ford und General Electric. Die neuen Firmenchefs wollen ihre Unternehmen fit machen für die Zukunft, setzen auf Digitalisierung und haben ein offenes Ohr für die Belegschaft. Diese immer häufiger auftretende unternehmerische Neugestaltung könnte auch deutschen Managern zur Orientierung dienen. Immerhin steigt auch in Deutschland der Druck auf die Firmen und die Konkurrenz wächst.

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