Neue Sichtweisen und alte Fragen

Deutschlands Stärke wirkt im Ausland

Erst vor Kurzem klagten mehrere Handelspartner Deutschlands über den hohen Exportüberschuss der Bundesrepublik – darunter die USA und Frankreich. Infolgedessen wurde hitzig darüber diskutiert, ob Deutschland zu wenig importiere und dadurch ausländischen Firmen schade (Weiterlesen). Wirtschaftsforscher aus Basel scheinen nun aber das Gegenteil ermittelt zu haben: Offenbar ist die Nachfrage der deutschen Industrie nach ausländischen Rohstoffen ein wichtiger Motor für die Wirtschaft in den Nachbarländern. Besonders viel wird demnach aus den Niederlanden, Frankreich und Belgien importiert. Eine künstlich gedrosselte deutsche Leistungsbilanz – wie sie zuvor im Raum stand – gefährde nach Aussage der Schweizer Experten ca. 4,8 Millionen Jobs im Ausland.

Häufig genug sind es zudem völlig andere Faktoren, die ausländischen Firmen das Leben schwer machen. Gerade in der Schweiz haben Familienunternehmen mit der dortigen Vermögenssteuer zu kämpfen. Die Steuer dient eigentlich dazu, Privatvermögen von einer Million Franken oder mehr zu belasten. Viele selbständige Unternehmer aber, die als Einzelunternehmer arbeiten oder Teil einer Personengesellschaft sind, müssen infolgedessen bis zu 50 Prozent ihres Erwirtschafteten abgeben.

Auch in Deutschland wird immer wieder die Forderung nach einer Vermögenssteuer laut, häufig aus Reihen der Links-Partei. Ob dieses Vorgehen aber den gewünschten Effekt erzielt, bleibt fraglich. Laut einer aktuellen Studie würden sich Kosten und Einnahmen einer solchen Steuer in etwa ausgleichen. Vielmehr wäre es sinnvoll, bestehende Steuerlücken zu schließen, etwa bei der Umsatzsteuer.

Das US-amerikanische Gegenprogramm

Zum zweiten Mal in diesem Jahr erhöht die US-Notenbank Federal Reserve, kurz Fed, die Leitzinsen. Fed-Chefin Janet Yellen schraubte dabei die Zinssätze um einen Viertelpunkt nach oben, von 1,0 bis 1,25 Prozent. Trotz der schwächelnden Inflation und der unauffälligen Arbeitsmarktzahlen stellte Yellen zudem eine dritte Zinserhöhung für 2017 in Aussicht. Damit fährt die Fed ein Gegenprogramm zur Europäische Zentralbank (EZB), die ihre Null-Zins-Politik im EU-Wirtschaftsraum bis auf Weiteres beibehalten will.

Wirtschaftsexperten zeigen sich mit der US-Zinserhöhung insgesamt zufrieden. Man begrüßt, dass die Fed ihre Bilanzen abbauen will und eine Normalisierung der Geldpolitik vorantreibt. Gleichzeitig hoffen die Experten, dass die EZB diesem Beispiel in näherer Zukunft folgen wird.

Künstliche Intelligenz in den Unternehmen von morgen

Künstliche Intelligenz findet immer mehr Einsatzfelder, nicht zuletzt da Apple, Amazon und Google die Sprach-KI ins Wohnzimmer bringen wollen. So stellte Apple jüngst einen Sprachassistenten vor, der intelligent auf die Fragen und Bedürfnisse seines Nutzers eingeht – ein lauschendes Ohr in der Größe eines Marmeladenglases. Der Konkurrent Amazon feierte mit einem ähnlichen Gerät in der Vergangenheit schon große Erfolge.

Doch auch für Wirtschaft und Unternehmen wird die Künstliche Intelligenz immer interessanter, könnte sogar ganze Branchen umkrempeln. In einigen Jahren sollen sogenannte ChatBots derart ausgeklügelt sein, dass sie nicht mehr von echten Menschen unterscheidbar sind. KIs werden dann Kundenfragen beantworten, Telefonate entgegennehmen und Arbeitsabläufe vereinfachen. Mitarbeiter würden entlastet, Kunden besser betreut. Eine Win-Win-Situation. Aktuell befindet sich die Technik aber noch am Anfang, reibungslos arbeitende KIs wird es wohl nicht vor dem Jahr 2029 geben, so Experten.

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