Marktbericht Januar 2017: Ein ruhiger Start ins Jahr

Mit dem Marktbericht präsentieren die Portfoliomanager der Deutschen Wertpapiertreuhand eine Kursrückschau des vergangenen Monats. Diesmal betrachten wir die Entwicklung des Finanzmarktes im Januar 2017.

Aktienmärkte

In den letzten 10 Jahren zeigten sich die etablierten Märkte deutlich stabiler als der Shanghai Composite, der zwar größere zwischenzeitliche Gewinne verbuchen konnte, diese aber beinahe komplett einbüßte. Mit gut 13 % über 10 Jahre lag er damit aber noch vor dem STOXX Europe 600, welcher sogar mehr als 3 % in dieser Zeit verlor und vor dem japanischen NIKKEI 225, der in dieser Zeit gut 9,5 % gewann. Deutlich besser entwickelte sich der amerikanische S&P 500 mit einem Gewinn von gut 58 % und der DAX mit einem Zuwachs von 70 %.

Für einen sinnvollen Vergleich wurde die Grafik zum Start auf den Wert 100 normiert. Charts bereitgestellt von Bloomberg L.P.

An dieser Stelle muss allerdings erwähnt werden, dass es sich beim DAX um einen Performanceindex handelt, während die anderen aufgelisteten Indizes Kursindizes sind. Das bedeutet, der DAX berücksichtigt Dividenden, die anderen Indizes wiederum nicht. Um einen aussagekräftigen Vergleich zu erhalten, verwenden wir nun den Kursindex DAXK, der dieselben Werte wie der DAX enthält. Es lässt sich immer noch sagen, dass der deutsche Aktienmarkt sich in den letzten 10 Jahren gut entwickelte, besser als der allgemeine europäische Markt und der asiatische Markt. Der US-Aktienmarkt hängte jedoch die weltweite Konkurrenz um ca. 35 % Unterschied ab.

Für weitere Betrachtungen der Aktienmärkte wird fortan der DAXK statt des DAX verwendet. Der daraus entstehende Vergleich ist aussagekräftiger.

Für einen sinnvollen Vergleich wurde die Grafik zum Start auf den Wert 100 normiert. Charts bereitgestellt von Bloomberg L.P.

Im Monat Januar 2017 kam es zu keinen großen Veränderungen an den Aktienmärkten. Am stärksten schloss der S&P 500 mit einem Plus von knapp 2 % ab. DAX, STOXX Europe 600 und NIKKEI 225 erlebten keine großen Bewegungen und der Shanghai Composite konnte ein leichtes Wachstum vor Beginn des Chinesischen Neujahrsfestes verzeichnen.

Für einen sinnvollen Vergleich wurde die Grafik zum Start auf den Wert 100 normiert. Charts bereitgestellt von Bloomberg L.P.

Währungen

Gegenüber dem Britischen Pfund verzeichnete der Euro über die letzten 10 Jahre eine positive Entwicklung, während er gegenüber den anderen großen Währungen an Wert verlor, insbesondere gegenüber dem Schweizer Franken fast 35 %. Diese Entwicklung nahm 2008 ihren Anfang. Der Euro verlor in diesem Jahr im Vergleich zu allen nicht EU-Währungen stark an Wert, während das von der Bankenkrise ebenfalls stark getroffene Britische Pfund zulegte. Diese Bewegung erscheint sogar antikorreliert.

Für einen sinnvollen Vergleich wurde die Grafik zum Start auf den Wert 100 normiert. Charts bereitgestellt von Bloomberg L.P.

Im Monat Januar 2017 entwickelte sich der Euro im Durchschnitt positiv. Das größte Plus verzeichnete er mit gut 2,5 % gegenüber dem US Dollar und den größten Verlust von knapp 1 % machte er zum japanischen Yen.

Für einen sinnvollen Vergleich wurde die Grafik zum Start auf den Wert 100 normiert. Charts bereitgestellt von Bloomberg L.P.

Gold und Öl

Innerhalb der letzten 10 Jahre hat Gold trotz einer zwischenzeitlichen Korrektur von 50 % in den Jahren 2012/2013 mit mehr als 85 % klar hinzugewinnen können. Der Ölpreis hingegen verlor knapp 3 % und erlebte in dieser Zeit zwei sehr starke Schocks von fast 70 % in den Jahren 2008 und 2014. Wenn man den chinesischen Markt ausblendet, stellt man fest, dass die Volatilitäten und vorübergehenden Kursverluste bei Öl aber auch bei Gold größer oder gleich zu denen der etablierten Aktienmärkte waren.

Für einen sinnvollen Vergleich wurde die Grafik zum Start auf den Wert 100 normiert. Charts bereitgestellt von Bloomberg L.P.

Die negative Entwicklung des Ölpreises und die positive Entwicklung des Goldpreises schienen sich im Monat Januar 2017 fortzusetzen, sodass der Goldpreis in diesem Monat um 5,5 % stieg während der Ölpreis um fast 2 % fiel.

Für einen sinnvollen Vergleich wurde die Grafik zum Start auf den Wert 100 normiert. Charts bereitgestellt von Bloomberg L.P.

Zinsen

Die Zinsentwicklung seit 1995 war von einem klaren Abwärtstrend geprägt und verlief in allen etablierten Märkten sehr ähnlich, lediglich China bildete mit einer recht stabilen Seitwärtsbewegung eine Ausnahme. Seit Ende 2016 jedoch ließ sich überall ein leichter Zinsanstieg erkennen. Die Umlaufrendite der Schweiz war trotz dieses Anstiegs immer noch negativ, während die deutsche Umlaufrendite wieder leicht in den positiven Bereich rückte. Die US-Amerikanische stieg sogar auf den höchsten Stand seit 2011.

Umlaufrenditen seit 1995 – Charts bereitgestellt von Bloomberg L.P.

Der Monat Januar 2017 brachte keine großen Veränderungen. Den höchsten Anstieg von mehr als 0,22 % verzeichnete die deutsche Umlaufrendite.

Umlaufrenditen Jan 2017 – Charts bereitgestellt von Bloomberg L.P.

In den aktuellen Zinsstrukturkurven kann man sehen, dass deutsche, japanische und vor allem schweizer Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit negative Renditen brachten. Zudem wiesen die Zinsstrukturkurven dieser Länder und Großbritanniens einen inversen Verlauf bei Laufzeiten zwischen einem Monat und einem Jahr auf. Am stärksten war das Gefälle in der Schweiz zwischen den Laufzeiten von sechs Monaten und einem Jahr. In Großbritannien war der Abstieg deutlich stetiger und trat erneut ab einer Laufzeit von 30 Jahren auf. Die US-Zinsstrukturkurve wies höhere Werte als die Vergleichsexemplare aus Europa auf und besaß keine inversen Muster. Noch etwas höher, aber deutlich flacher, verlief die chinesische Zinsstrukturkurve. Die High Yield Kurven aus Europa und den USA verliefen sehr ähnlich zu denen der Staatsanleihen beider Regionen. Die Werte waren jedoch höher und die Steigungen steiler.

In der Grafik sind sowohl Zinsstrukturkurven staatlicher Anleihen als auch Zinsstrukturkurven von High Yield Anleihen aus dem amerikanischen und europäischen Raum zu sehen. Charts bereitgestellt von Bloomberg L.P.

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