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Das Haftungsdach Fonds Advisory für Private Label Fonds

Sie möchten einen eigenen Fonds gründen und suchen ein Haftungsdach? Für Fondsinitiatoren, Fondsmanager und Fondsberater bieten wir mit dem Haftungsdach Fonds Advisory eine spezifische Haftungsdachlösung. Ebenso bieten wir Unterstützung bei der Realisierung von neuen Investmentfonds. Wir arbeiten hier intensiv mit KVGs und Depotbanken zusammen.

Gerne helfen wir Ihnen, Ihren eigenen Private Label Fonds zu gründen. Jeder Fonds ist eine Individuallösung. Folglich gestalten wir jede Zusammenarbeit unseres Haftungsdachs mit einem Fondsinitiator individuell. Wir nehmen uns sehr gerne die Zeit, Ihre Vorstellungen zu verstehen und gemeinsam mit Ihnen, der KVG und der Depotbank des Fonds eine passende Konstellation herauszuarbeiten. Weitere Informationen zu Private Label Fonds finden Sie hier.

Seed Money

Das Startkapital, welches zum Zeitpunkt der Auflegung des Fonds investiert wird (Seed Money), ist eine der größten Hürden bei der Gründung eines Private Label Fonds. Eine Fondsgründung und der laufende Aufwand der Fondsverwaltung bedeuten für die beteiligten Fondspartner (KVG, Depotbank und Fondsberater) einen großen Aufwand. Daher muss eine entsprechend hohe Wahrscheinlichkeit gegeben sein, dass der Fonds schnell eine ausreichende Größe erreichen und die Kosten tragen wird.

Die Bereitstellung des Seed Moneys ist für die Fondspartner der Beweis, dass der Fondsinitiator seine Planung auch in die Tat umsetzen kann. Wird nicht genug Seed Money gesammelt, sind die Fondspartner oft nicht bereit, einen schon geplanten Fonds aufzulegen. Aus diesem Grund ist es für den Fondsinitiator wichtig, das Seed Money frühzeitig zu sichern.

Die erforderliche Höhe an Seed Money ist abhängig von der Ausrichtung des Fonds, vom gewählten Fondsregime, sowie vom Wachstumspotenzial des Fonds. Oft liegt die Summe in der Größenordnung von 10 Mio. Euro – in bestimmten Fällen kann sie aber auch bedeutend niedriger ausfallen.

Track Record

Die Fondspartner wünschen sich, dass sich der Fonds in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit positiv entwickelt. Aus diesem Grund sollten der künftige Fondsmanager oder der Berater des Fonds über einen guten Track Record verfügen. Manchmal ist jedoch kein Track Record vorhanden. In diesem Fall sollte nachvollziehbar dokumentiert werden, warum der künftige Fondsmanager voraussichtlich gute Ergebnisse produzieren wird.

Sollte ein Fonds nicht für eine geschlossene Investorengruppe gedacht sein, welche bereits zu Beginn eine hohe Summe investiert, nimmt die Bedeutung des Track Records deutlich zu. Da ein Großteil des künftigen Fondswachstums von neuen Investoren kommen muss, sollten diese die Qualität des Fondsmanagements nachvollziehen können.

Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen ist die öffentliche Kommunikation in Bezug auf den Track Record eines Fondsmanagers oder einer Fondsstrategie bei neuen Fonds nicht bzw. nur sehr eingeschränkt zugelassen.

Regime

Das Fondsregime definiert die Regeln, nach welchen ein Fonds verwaltet werden muss, sowie die Möglichkeiten und Grenzen für den Einsatz des Fonds. Die Wahl eines Regimes hat Folgen für die spätere Praxis und sollte deswegen sehr überlegt getroffen werden. Dabei bezieht sich die Regimewahl sowohl auf das Land, in dem der Fonds domiziliert sein wird, als auch auf die Wahl der Fondskategorien, die in den betreffenden Ländern zur Verfügung stehen.

Für einen deutschen Fondsinitiator – aber auch für immer mehr ausländische Fondsinitiatoren – kommen als Domizil des Fonds primär die Länder Deutschland und Luxemburg in Frage. Die Qualität der Dienstleister und der Aufsichtsbehörden ist ausgezeichnet und die Geschäftskultur wird geschätzt. Darüber hinaus stehen weitere mögliche Domizile, von Dublin über Malta bis hin zur Schweiz und Singapore, zur Verfügung. Wenn der Fondsinitiator keine speziellen Anforderungen hat, werden in der Regel Deutschland oder Luxemburg als Domizil gewählt.

Je nach Domizil ist eine Reihe von Fondskategorien wählbar. Die Fondskategorie definiert die Anlagegrenzen des Fonds, die involvierten Fondspartner sowie die Einsatzmöglichkeiten des Fonds. Hierbei kommen Begriffe wie Spezialfonds, richtlinienkonformes Sondervermögen, UCITS, gemischtes Sondervermögen, sonstiges Sondervermögen, Investment AG, SICAV, SICAR, SIF, FCP und Hedgefonds ins Spiel. Das Spektrum reicht von Spezialfonds für eine eingeschränkte Investorengruppe bis hin zu Publikumsfonds, welche europaweit für den Vertrieb zugelassen sind. Im Allgemeinen gilt: Die Anforderungen an Infrastruktur und Anlagegrenzen werden strenger, wenn der Fonds einen eher öffentlichen Charakter haben soll.

Bei der Wahl eines Fondsregimes sollten alle relevanten Aspekte – von Anlagegrenzen und Infrastruktur bis hin zu Vertriebsmöglichkeiten – berücksichtigt werden. Deswegen muss bei der Fonds-Gestaltung oft eine Abwägungen zwischen verschiedenen Vor- und Nachteilen getroffen werden. Praktische Erfahrung mit der Wirkung von Vor- und Nachteilen ist dabei unerlässlich.

KVG

Die Auflegung und die Administration Ihres Fonds erfolgen durch die KVG (Kapitalverwaltungsgesellschaft). Die Investmententscheidungen werden von Ihnen oder von einem externen Asset Manager in Ihrem Auftrag getroffen.

Die KVG erbringt für den Fondsinitiator folgende Dienstleistungen: die Auflegung des Fonds, die Fondsbuchhaltung, die Portfolioverwaltung, das Reporting an die Öffentlichkeit, den Austausch mit Handelsplattformen und Banken sowie das Meldewesen für und die laufende Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden.

Ihre Beziehung zum Fonds und zur KVG kann auf zweierlei Arten gestaltet werden: Die erste Variante ist das Beratungsmandat (Advisory). Dabei unterbreiten Sie (oder der von Ihnen eingesetzte externe Asset Manager) der KVG einen Anlagevorschlag, welcher von der KVG geprüft und im Ermessen der KVG ausgeführt wird. Das Advisory Mandat ist bei Private Label Fonds der Regelfall.

Die zweite Variante betrifft das Verwaltungsmandat (Outsourcing). Hierbei gibt die KVG einen Teil ihrer Verantwortung in der Verwaltung an Sie als externen Manager ab. Somit können Sie die Anlageentscheidungen selbst treffen und teilweise sofort umsetzen. Diese Variante ist deutlich aufwendiger und kommt vor allem bei Realtime-Trading-Strategien zum Einsatz.

Es gibt eine Reihe von KVGs, welche sich dem Private Label Fonds Geschäft widmen. Welche KVG für Ihr Vorhaben optimal ist, lässt sich erst nach Definition des Fondsprojektes entscheiden. Wir helfen Ihnen gerne, die für Sie richtige KVG zu finden.

Depotbank

Es handelt sich hierbei um jene Depotbank, bei der die KVG die Vermögensgegenstände Ihres Fonds verwahren lässt (z.B. Aktien, in die Ihr Fonds investiert hat). Nicht gemeint ist das Kreditinstitut, bei dem die Investoren ihre Fondsanteile verwahren. Die Depotbank hat nicht nur die Aufgabe, die Vermögensgegenstände Ihres Fonds zu deponieren. Sie prüft auch die Berechnung des Anteilspreises und die Ausführungspreise der Wertpapierorders durch die Fondsgesellschaft (KVG).

Durch die Unabhängigkeit von KVG und Depotbank wird sichergestellt, dass eine strenge Trennung zwischen dem Gesellschaftsvermögen der KVG und dem Sondervermögen Ihres Fonds erfolgt. So kann das Sondervermögen weder durch Veruntreuung, noch durch eine Insolvenz der KVG oder der Depotbank verlorengehen.

Bei der Auswahl der Depotbank für Ihren Fonds sind wir Ihnen gerne behilflich.

Broker

Der Broker führt die Wertpapiergeschäfte für Ihren Fonds aus. Oft wird das Brokerage von der Depotbank übernommen. Es ist allerdings genauso möglich, einen oder mehrere externe Broker mit der Ausführung der Effektengeschäfte zu beauftragen.

Bei der Auswahl eines passenden Brokers helfen wir Ihnen gerne.

Vertrieb

Die Möglichkeit des öffentlichen Vertriebs ist dann am relevantesten, wenn Ihr Fonds nicht für eine geschlossene Gruppe weniger Anleger, sondern für eine größere Anlegergruppe bereitsteht.

Doch nicht alle juristischen Fondsregimes dürfen öffentlich vertrieben werden. Deswegen ist es wichtig, die Vertriebsstrategie frühzeitig bei der Festlegung des Fondsregimes zu berücksichtigen.

Im Rahmen des Set-Ups Ihres Fonds wird auch die Einbindung von Fondsplattformen und Banken, über die Ihr Fonds gehandelt werden soll, geregelt.

Kosten

Die Kostenstruktur eines Fonds besteht aus mehreren Bestandteilen:

1. Verwaltungsvergütung

Als Fondsinitiator definieren und erhalten Sie als Fondsberater bzw. Fondsmanager die Verwaltungsvergütung selbst.

2. KVG

Die Vergütung für die KVG ist in der Verwaltungsvergütung enthalten oder wird separat ausgewiesen. Die Vergütung hängt von der gewählten Konstellation und dem Fondsvolumen ab. In der Regel liegt sie zwischen 0,25 % und 0,40 % p.a.

3. Depotbank

Die Kosten der Depotbank sind ebenfalls stark von Konstruktion und Volumen des Fonds abhängig. Sie liegen in der Regel zwischen 0,08 % und 0,15 % p.a.

4. Bestandsprovisionen

Separat ausgewiesen oder in der Verwaltungsvergütung enthalten sind gegebenenfalls die Bestandsprovisionen für den externen Vertrieb Ihres Fonds. Die Bestandsprovisionen gestalten sich je nach Ausrichtung des Fonds und des Fondsvertriebs sehr unterschiedlich. Sie bewegen sich in der Regel zwischen 0 % und 0,7 % p.a.

Um eine gewisse Wirtschaftlichkeit bei kleineren Volumina sicherzustellen, verlangen die Dienstleister als Ergänzung zu den prozentualen Vereinbarungen in der Regel Mindestsummen in absoluter Höhe. Die Kosten des Haftungsdachs betragen in der Regel zwischen 0,05 % (5 Basispunkte) und 0,15 % (15 Basispunkte) p.a. Bei der Gestaltung der Kostenstruktur ist es zudem wichtig, aktuelle und künftige Regulierungen, insbesondere die Auswirkungen von MiFID II, zu berücksichtigen.

Fonds Advisory Haftungsdachpartner werden

Unsere mögliche Zusammenarbeit fängt mit einem ersten Telefonat an. Geschäftsführer Marcel van Leeuwen steht Ihnen gerne zur Verfügung. Da wir typischerweise Gespräche mit potenziellen Partnern führen, die zum Zeitpunkt ihres Anrufs in einer anderen Gesellschaft aktiv sind, ist Diskretion für uns selbstverständlich. Gerne bestätigen wir Ihnen, dass unsere Gespräche vertraulich sind.

09132 750300

Montag bis Freitag von 9 bis 22 Uhr stehe ich Ihnen persönlich und diskret zur Verfügung.
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